Titelbild Lebenslänglich. Freiheit verloren. Recht verloren.

Helmut Pfeiffer beschreibt in seinem Buch seinen schweren Weg als Jurist und als politischer Gefangener der DDR. 1929 geboren, hat er sich zum Ende des 2. Weltkrieges politisch für die Sozialdemokratie und beruflich für einen neuen Rechtsstaat entschieden. Doch erst nach 1990 sollte er die Möglichkeiten haben, politisch und beruflich in diesem Sinne wirken zu können.

In den DDR-Jahren geriet er als junger Jurist in Berlin in die Mühlen des DDR-Polizeistaates und politischen Strafrechtes. Vom 17. Juni 1953 erfuhr er erst von Mitgefangenen, denn zu dieser Zeit saß er bereits im zentralen Stasi-Untersuchungsgefängnis. In einem Schauprozess wurde er zu lebenslänglicher Haft verurteilt, ein Mitangeklagter verlor infolge des Urteils sein Leben.

In den Folgejahren erlebte Pfeiffer viele DDR-Gefängnisse von innen, galt jahrelang als „Politischer“ und „Lebenslänglicher“, bis er nach 11 Jahren aufgrund eines Amnestie-Erlasses des Staatsrates der DDR am 17. Dezember 1964 entlassen wurde.