Kaufen Sie einen Wagen von einer Privatperson, legt Ihnen der Verkäufer meist einen Standard-Kaufvertrag zur Unterschrift vor, in dem Sie folgenden Satz finden, dass der Verkauf unter Ausschluss jeglicher Sachmängelhaftung bzw. Gewährleistung erfolgt. 

Ein Haftungsausschluss ist nur bei einem Kauf zwischen Privatleuten zulässig. Der private Verkäufer haftet damit nicht für Mängel. Er muss nur dann nachbessern oder Schadensersatz zahlen, wenn er eine Garantie ausgesprochen oder einen Mangel arglistig verschwiegen hat. Auch wenn der Verkäufer die Sachmängelhaftung im Vertrag ausgeschlossen hat, haftet er, falls sich später herausstellt, dass er bewusst falsche Angaben gemacht oder etwas verschwiegen hat.

Beispiel: Ist dem Verkäufer bekannt, dass es sich um einen Unfallwagen handelt, muss er Sie als Käufer auch darauf hinweisen. Verschweigt er diesen Umstand, gilt der Ausschluss der Gewährleistung nicht. Sie können Ihre Rechte geltend machen, sofern ein Mangel schon bei der Übergabe vorlag und innerhalb von 24 Monaten nach Übergabe auftaucht. In einem solchen Fall könnten Sie den Vertrag auch anfechten, den Wagen zurückgeben und den Kaufpreis zurückverlangen.

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